Pflege

Veröffentlicht am 17.11.2008 von Günther Steinhoff

Pflegemodell

Zuhause bin ich da…

* wo jemand mit Sorge auf mich wartet
* wo ich Fehler machen darf
* wo ich Raum zum Träumen habe
* wo ich meine Füße ausstrecken kann
* wo ich gestreichelt werde
* wo ich geradeaus reden kann
* wo ich laut singen darf
* wo immer ein Platz für mich da ist
* wo ich ohne Maske herumlaufen kann
* wo einer meine Sorgen anhört
* wo ich still sein darf
* wo jemand meine Freude teilt
* wo jemand das Essen zubereitet
* wo mir Trost zuteil wird
* wo ich Wurzeln schlagen kann

…wo ich leben darf

Pflegemodell und Pflegeplanung nach Frau Professor Monika Krohwinkel

Der Gedanke, Pflege planend zu gestalten wurde in den 50er Jahren von namhaften amerikanischen Krankenschwestern gefasst und seither in verschiedenen Modellen der Pflege weiterentwickelt.

Für die stationäre Altenpflege greift überwiegend das Pflegemodell der ganzheitlich, fördernden Prozesspflege, „ Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens“ (AEDL) nach Frau Professor Monika Krohwinkel.

Basierend auf dem Pflegemodell der „Aktivitäten des täglichen Lebens“ (ATL) nach Nancy Rooper, Pflegeforscherin aus Großbritannien, wurde in den 80er Jahren durch Frau Krohwinkel das Modell um zwei weitere Aktivitäten weiterentwickelt.

Die Aktivitäten „soziale Bereiche des Lebens sichern“ und „mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen“, wurden von ihr entwickelt, weil sie herausfand, dass es eine zentrale Aufgabe von Pflegenden ist, Menschen in Krisen hilfreich zu begleiten. Die Art und Weise wie sie das tun, beeinflusst stark, ob ein Mensch in der Krise im Gefühl des Gefährdenseins verharrt, oder angemessen (fördernd) begleitet, Vertrauen und vielleicht Zuversicht und Hoffnung wiedererlangen kann.

Altenpflege fördert die Selbstbestimmung alter Menschen, sie fördert und unterstützt sie in ihren Lebensaktivitäten, wenn sie selbst dazu nicht in der Lage sind.

Die Erklärung und Beschreibung der AEDL`s nach Monika Krohwinkel beschränkt sich in dieser Rahmenkonzeption auf die Aufzählung der einzelnen AEDL`s und einer Orientierungshilfe als Grundlage für das Erkennen von Bedürfnissen, Problemen und Ressourcen der Heimbewohner.

Die AEDL`s nach Frau Professor Monika Krohwinkel stellen sich wie folgt dar:

> kommunizieren können
> sich bewegen können
> vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten
> sich pflegen können
> essen und trinken können
> ausscheiden können
> sich kleiden können
> ruhen und schlafen können
> sich beschäftigen können
> sich als Mann / Frau fühlen und verhalten können
> für eine sichere Umgebung sorgen können
> soziale Bereiche des Lebens sichern können
> mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen können


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