NEUES VOM BUNDESVERBAND PRIVATER ANBIETER SOZIALER DIENSTE E.V.

Veröffentlicht am 23.07.2015 von Günther Steinhoff

Berlin, 23. Mai 2015 (Nr. 78/15)

Neuer Arbeitgeberverband unter Vorsitz von Rainer Brüderle

bpa gründet Arbeitgeberverband für die private Pflegewirtschaft

Zur Gründung eines Arbeitgeberverbandes für die private Pflegewirtschaft erklärt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) Bernd Meurer am 23. Juni 2015 in Berlin:

„Der bpa hat heute einen Arbeitgeberverband für die private Pflegewirtschaft gegründet. Den Vorsitz übernimmt auf meinen Vorschlag hin der frühere Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Er steht für klare Positionen in der für den bpa so wichtigen Mittelstandspolitik und für engagierte soziale Marktwirtschaft.

Die Mitarbeitergewinnung und deren Bindung sind für unsere Mitgliedsunternehmen wesentlicher Bestandteil einer modernen Personalentwicklung. Dazu gehören insbesondere leistungsorientierte Gehaltssysteme, die den Möglichkeiten der Unternehmen und den Erwartungen unserer Mitarbeiter gerecht werden. Wir werden uns stärker in die Lohnfindung einschalten, vor allem auf eine ausreichende Finanzierung drängen.

Daher ist es konsequent, dass der bpa und seine 9.000 Mitgliedseinrichtungen sich dieser Herausforderung stellen und dazu den bpa Arbeitgeberverband gründen.

Wir haben einen Arbeitgeberverband ins Leben gerufen, der breit aufgestellt ist und zu Recht darauf verweisen kann, dass er bundesweit für kleine Familienunternehmen genauso wie für die größten der Branche die Vertretung in allen tarifrechtlichen Fragen ist.“

Ergänzend sagte der neue Vorsitzende des bpa Arbeitgeberverbands, Rainer Brüderle: „Das Vertrauen der bpa-Mitglieder ehrt. Mein Engagement dient einer guten Sache. Ich bin bereit, meine Arbeitskraft hier einzusetzen.“

Für Rückfragen: Herbert Mauel, Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, Tel.: 030/30 87 88 60

NEUES VOM BUNDESVERBAND PRIVATER ANBIETER SOZIALER DIENSTE E.V.

Veröffentlicht am 23.07.2015 von Günther Steinhoff

bpa.pressemitteilung
Hannover, 8. Juli 2015 (Nr. 86/15) Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. Landesgeschäftsstelle Niedersachsen Herrenstraße 3-5 30159 Hannover Telefon: (05 11) 1 23 51 340 Telefax: (05 11) 1 23 51 341 Niedersachsen@bpa.de www.bpa.de

Schwarzer Tag für die Pflege in Niedersachsen

Nur eine Minderheit unterstützt die Kammerpläne der Landesregierung

„Die niedersächsische Landesregierung ignoriert die wirklichen Probleme der Pflegebranche und will die Pflegenden stattdessen mit einer unnötigen Zwangs-kammer zusätzlich belasten.“ Für den niedersächsischen Landesvorsitzenden des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Karsten Neumann war der Dienstag (7. Juli) ein schwarzer Tag für die Pflege im Land. Das Kabinett hat am Dienstag den Entwurf des Pflegekammer-Gesetzes zur Verbandsbeteiligung freigegeben.

Mit der geplanten Kammer werde ein Bürokratiemonster entstehen, das jedoch in den wichtigen Bereichen wie der Qualitätsentwicklung, der Personalbemessung und der Vergütung in der Pflege nicht mitreden und nichts bewirken könne. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den rund 1.200 im bpa organisierten niedersächsischen Pflegeeinrichtungen wollen mehr Wertschätzung, eine angemessene Personalausstattung und eine wirkliche Mitsprachemöglichkeit für die Pflege. Von der neu entstehenden Kammer-Behörde werden nur einige Funktionäre profitieren“, so Neumann.

Damit handelt die Landesregierung wissentlich gegen den mehrheitlichen Willen der Betroffenen. In einer Umfrage hatten sich gerade einmal 42 % der befragten Pflegekräfte für eine Kostenpflichtige Zwangskammer ausgesprochen. „Den breiten Widerstand gegen die Kammer, insbesondere aus dem Bereich der Altenpflege, ignoriert das Kabinett mit seiner heutigen Entscheidung“, kritisiert Henning Steinhoff, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Niedersachsen. Er schätzt, dass allein für die Einrichtung der weitgehend wirkungslosen Kammer mindestens zehn Millionen Euro aus Steuergeldern ausgegeben werden. „Mit diesem Geld hätte die Landesregierung auch etwas Sinnvolles für die Verbesserung der Arbeitssituation in der Pflege machen können.“

Für Rückfragen und Unterlagen: Henning Steinhoff, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Niedersachsen, Tel.: 0511/12 35 13 40 oder 0162/13 21 678

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon fast 1.100 in Niedersachsen, die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Neues vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Veröffentlicht am 22.11.2013 von Günther Steinhoff

21.11.2013
Berufsbildungsbericht: Keine Zusammenlegung der PflegeberufeArbeitnehmervertreter und Bündnis für Altenpflege gegen Generalistik / Koalitionsvertrag muss Beruf erhalten

Im jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegebenen Berufsbildungsbericht positionieren sich insbesondere die Beauftragten der Arbeitnehmer gegen eine Zusammenlegung der Ausbildungen Altenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Gesundheits- und Krankenpflege. Das Bündnis für Altenpflege, dessen Partner die deutliche Mehrheit der ambulanten und stationären Dienstleister (circa 13.000 Einrichtungen) vertreten, kann diese Einschätzung nur bestätigen: „Die Abschaffung der Spezialisierung Altenpflege steigert weder die Attraktivität des Pflegeberufs noch verbessert sie die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen. Obwohl wir international um die duale Ausbildung und um die spezifischen Kompetenzen der Altenpflege beneidet werden und die demografische Entwicklung in aller Munde ist, soll der Beruf abgeschafft werden. Die Zusammenfassung der Pflege in einem Ausbildungsgang wäre an der EU-Richtlinie der Krankenpflege auszurichten.

Damit wären Synergieeffekte unmöglich. Im Gegenteil: Die Krankenpflege bliebe im Wesentlichen, wie sie ist, und die spezifischen Inhalte der Altenpflege entfielen ebenso wie der Berufsabschluss“, so Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und Bündnismitglied. Tews befürchtet einen Anstieg des Fachkräftemangels, sollte sich die generalistische Ausbildung durchsetzen.

Das sieht die Gruppe der Arbeitnehmer – Mitglieder sind die IG BCE, der DGB, der dbb, die GEW, ver.di, die IG Metall und die IG Bau – offenbar genauso. In der abschließenden Stellungnahme im Bericht heißt es: „Die vorgeschlagene generalistische Ausbildung gefährdet die Qualität der Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie in der Altenpflege, setzt die Berufsfähigkeit bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung aufs Spiel und geht am Bedarf des Arbeitsmarkts vorbei.“

Das Bündnis für Altenpflege fordert die zukünftigen Koalitionspartner auf, bei ihren Verhandlungen pragmatisch vorzugehen: „Es wäre wenig zielführend, drei Bereiche mit ihren differenzierten Inhalten über einen Kamm zu scheren. Statt die Ausbildung zum Altenpfleger abzuschaffen, sollte vielmehr das Grundproblem dieses Arbeitsfeldes behoben werden: die Rahmenbedingungen, unter denen Pflege heute stattfindet. Daher appellieren wir an die verantwortlichen Politiker, für mehr gesellschaftliche Anerkennung und eine tragfähige Finanzierung der Pflege zu sorgen, statt sich mit Themen zu befassen, die ein breites Bündnis schon längst als überholt ansieht“, so Peter Dürrmann, Sprecher des Bündnisses für Altenpflege, abschließend.

Das Bündnis für Altenpflege (www.bündnis-für-altenpflege.de) repräsentiert schon heute über die Hälfte aller Pflegeeinrichtungen. Beteiligt sind: Arbeitskreis Ausbildungsstätten Altenpflege, Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt, Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V., Deutscher Berufsverband für Altenpflege e.V., Deutsche Expertengruppe Dementenbetreuung e.V., Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V., Deutscher Verband der Leitungskräfte von Alten- und Behinderteneinrichtungen, Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V., Wohnstifte im Paritätischen. Unterstützt wird die Zielsetzung des Bündnisses zudem vom Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen.